Aussehen

Ein hagerer junger Mann mit kurzem, dunkelblondem Haar und eisblauen Augen in der Kleidung eines einfachen Gehilfen oder Dieners, dessen Name Ludwig Falkner ist. Ein beiges Leinenhemd mit Schnüren am Kragen verdeckt zusammen mit einer schwarzen Lederweste seinen drahtigen Oberkörper. Sein Beinkleid wird von einer einfachen, leicht zerschlissenen Lederhose repräsentiert. An seinem Gürtel trägt er ein wenig kunstvolles Arbeitsmesser, welches aber durchaus in der Lage ist, aufgrund seiner guten Pflege mit einer scharfen Klinge aufzuwarten. Der Holzgriff ist nicht verziehrt und weist nur ein paar Schrammen und Kratzer auf. In seinen Augen wechseln sich die Eindrücke von Schmerz, Kummer und Zorn ab. Doch zeugen sie auch von einem messerscharfen Verstand.

Die Notwendigkeit

Ludwig stammt aus den Eisenlanden im Herrschaftsgebiet von Eisenfürst Sieger. Seine Eltern lernte er niemals kennen und man erzählte ihm, dass beide im Krieg gefallen sind. Glücklicherweise erklärten sich Josef und Elena Falkner bereit, auf den kleinen Ludwig aufzupassen.

Als Kind schlug er sich mit kleinen Aushilfsarbeiten durch. Meist arbeitete er jedoch mit seinem Adoptivvater zusammen, welcher eine kleine Falkenzucht besaß. Ludwig erledigte oft Botengänge und war meist tagelang unterwegs. Ihm war stets bewusst, dass er solange er auf Reisen war, die Existenz seiner Eltern verteidigen musste. Oft versuchten die Taugenichtse und andere finstere Gestalten der Städte, sich Ludwigs Habe anzueignen. Genau einmal geschah es, dass er überrascht wurde und ausgeraubt wurde. Zusammengeschlagen und mit Tränen in den Augen lag er in einer dunklen Gasse in Freiburg und schwor sich, nie wieder jemanden zu enttäuschen. Bebend vor Zorn schleppte er seinen verwundeten Körper in die Taverne, wo sich die Übeltäter brüllend vor Lachen über ihr letztes Opfer lustig machten. Als Ludwig in der Tür erschien und vor Schmerzen an dem Türrahmen gelehnt stand, hielten die Männer kurzzeitig inne, um darauf in noch lauteres Gelächter zu verfallen. Mehr brauchte Ludwig nicht. Er zog sein Arbeitsmesser aus seinem Wams und zog unter einem lächelnden Mund eine rote Linie in den Hals des ersten Mannes. Am nächsten Morgen fand man alle Männer in der Kneipe mit aufgeschlitzten Kehlen und erstochenen Herzen.

Äußerlich ruhig und gelassen, kaufte er die nötigen Waren, die zu Hause benötigt wurden und kehrte zurück. Er erzählte seinen Eltern von den Vorfällen und diese beschlossen, Ludwig in das Ausland zu schicken. Schweren Herzens schnürte er sein Bündel und ließ die Eisenlande hinter sich mit dem Blick in die Ferne.

Nach einer abenteuerlichen Zeit verschlug es ihn nach Montaigne, wo er in den Dienst eines montaignischen Gelehrten namens Jaque du Mosseror trat. Der Mann lehrte ihn mit unbeugsamer Geduld und einem väterlichen Lächeln die Geschichte Theas und einige andere Dinge. Er genoss eine gute Ausbildung und erfreute sich seines neuen Lebens, bis zu dem Tag, an dem der abendliche Horizont rot glühte und Hufschläge in seinen Ohren donnerten. Sein Mentor schob ihn durch einen Geheimgang im Keller und drückte ihm eine Nachricht für einen anderen Adeligen in die Hand. Mit einer Umarmung verabschiedeten sie sich, für immer.

Die wahre Geschichte

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rpg/7te_see_a/ludwig_falkner.txt · Zuletzt geändert: 05.08.2014 18:50 (Externe Bearbeitung)
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