Odilbert Fuxfell

„Hey du!“ oder „Zwei Helle hier her!“; so wurde Odilbert das letze halbe Jahr öfter angesprochen als mit seinem Namen. Trotzdem wurde Odilbert Fuxfell hin und wieder flau im Magen bei dem Gedanken daran, sich mit seinem richtigen Namen vorstellig gemacht zu haben. Gareth war zwar weit genug weg, aber der lange Arm des „Gesetzes“ vermag wohl auch hierher zu gelangen. Irgendwie wollte er sogar, dass sie ihn hier erwischen. Ihm dürstete es nach Vergeltung und seine Zeit würde schon kommen, das wusste er genau. Nur nicht vorschnell handeln. Es muss genau überlegt sein…. Das Dorf in das er floh war eigentlich perfekt zum Untertauchen. Die Koscher sind allesamt ein gemütliches Völkchen, zudem lag Steinbrück noch direkt an der Reichsstraße nach Albernia, das brachte stoßweise viele Reisende, Abenteurer und Händler in die einzige Taverne, das „Bärenbrüder“. Seit Odilbert dort kellnert ist der eine oder andere Gast schon betrunkener richtung Heimat getorkelt als er eigentlich wollte, so lässt sich schließlich der „spezielle Obulus“ leichter abnehmen und keiner ist bis jetzt gegangen ohne diesen zu entrichten. Man musste dennoch vorsichtig sein. Zwar waren die Menschen hier nicht misstrauisch oder übervorsichtig mit ihren Beuteln, dennoch wollte er kein Aufsehen erregen bis mehr Gras über die Sache in Gareth gewachsen war. Seine sekundäre Einnahmequelle mag auch so ergibig sein, weil der hiesige Baron die eine oder andere Nacht mit den Gemeinen in der Taverne verbrachte und dabei meist zwei oder drei Lokalrunden über seine Zeche laufen lies. An Baron Merwerd selbst hatte er sich bis dato noch nicht heran getraut. Der hatte auch immer seinen Stallburschen als Aufpasser dabei. Einen Knecht als Anstandsdame. Wenn er das in Meilersgrund erzählte wäre er der Witz des Abends. Dieser Aryo soll aber ein „ganz netter“ sein. Oder was sagte Maja immer? Anscheinend hatte die Magd des Borkeneich Schnösels mehr Kontakt zu dem Stallburschen. Maja, schon witzig. Er sah genau, dass Sie Ihn anschmachtete und er wusste diese Situation gut zu nutzen. Sie erzählte ihm einfach alles mit der Unschuld der Unwissenden. Nur die richtige Information konnte er Ihr noch nicht entlocken, aber er würde schon noch erfahren wo der Pfeffersack sein Gold hortet. Er müsste jedenfalls dem Zwerg zuvorkommen. Der Rausschmeißer im Bärenbrüder machte Odilbert mehr und mehr den Eindruck er würde eine Gelegenheit Gold zu machen beim Schopfe packen! Vielleicht konnte man auch zu zweit mehr erreichen. “Odelbert!! Träum nicht, es hat Kundschaft!“. So reißt ihn Unfried öfter aus dem Pläneschmieden. Wenn hier einer träumt dann ist es der Wirt, der alte Schussel, und zwar von den Weibern. „Ich komme schon Meister“ erwiderte er „und außerdem heißt es Odilbert„ fügte er noch leise hinzu. Doch so langsam hat Odilbert genug vom Leben auf dem Land. Vielleicht war die Sache ja inzwischen abgekühlt. Rache wird immerhin kalt seviert und vom Servieren hat er einiges gelernt im Bärenbrüder..


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rpg/jahrdesgreifen/odilbert-hintergrund.txt · Zuletzt geändert: 18.01.2016 20:46 von torn0023
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