Aussehen

Esra ist ungefähr 1,55 m groß und nennt einen schlanken Körper, der dennoch weibliche Rundungen aufweist, ihr Eigen. Ihr langes braunes Haar bedeckt in leichten Wellen ihre Schultern. Smaragdgründe Augen geben ihrem lieblichen Gesicht einen exotischen Reiz. Ihr gebräunter Teint zeugt von ihrer Herkunft aus den Halbmondreichen. Sie kleidet sich meist in eine Auswahl an Seidentüchern, die sie sich elegant zu einem bauchfreien Kleid bindet, welches ihre Beglichkeit kaum einschränkt. Da ihr Äußeres so manchen Mann verzweifeln lässt, bedeckt sie sich gerne mit einem Kapuzenumhang. Über ihrem makellosen Dekolleté ruht eine prächtige Halskette mit einem Topas als Zentrum. Wenn sie eine Vorführung ihres berühmten Tanzes zum Besten gibt, trägt sie außerdem den landesüblichen Schmuck ihrer Heimat. Um ihre Hüften trägt sie ein festeres Leinentuch als Gürtel, an dem zwei Krummsäbel den Anblick ihrer gefährlichen Schönheit verschärfen.

Die Tochter der Rose

In einem Lied aus einem fernen Land besingt man die Geschichte von Esra, der Tochter der Rose. Geboren als das ungewolltes Kind einer Frau, über deren Leben nichts bekannt war lag sie eines Tages vor der Tür eines Weisenhauses. Das einzige, was das bedauernswert winzige Geschöpf von ihrer Mutter ins Körbchen gelegt wurde, war eine einzelne rote Rose.

Als Weise wuchs Esra unter vielen Gleichgesinnten in der Stadt Trebizond auf. Früh entwickelte sich ihre Leidenschaft, die sie in einem unvergleichlichen Tanz ausdrückte. Ihre wilden Drehungen und komplizierten Schrittfolgen hatten etwas magisches, so behaupteten die Zuschauer. Weniger magisch waren Esras Freunde, die während der Straßenvorführungen die Taschen der Passanten leer räumten. Gerne gab sich die hübsche Esra mit den grünen Augen und ihrem unendlich lockigen Haaren auch als die fantastische Esra y'Abal. Ihre Zaubertricks begeisterten jeden, besonders die mit den vollsten Taschen.

Als ihr Körper zu reifen begann, ließ sie sich ihren Rücken mit dem Motiv einer Rosenranke tätowieren und verstand es überraschend früh, sich ihrer weiblichen Reize zu bedienen. Vor primitiven Trieben brodelnd angagierten die Hohen und Mächtigen Esra für ihre Vorführungen. Unzählige Male erheiterte sie die Männer, manchmal auch mehr.

Als sie sich in einen Sklaven des Herrschers von Trebizond verliebte, kochte dieser vor Eifersucht, wollte er doch die schöne Tochter der Rose allein für sich. Er ließ den Sklaven öffentlich bestrafen und brachte ihn anschließend heimlich um. Zornig ergriff Esra zwei Scimitars und tat das, was ihr eine Wahrsagerin beibrachte. In wilden Tanzbewegungen surrten die tödlichen Klingen durch die Luft und forderten die linke Hand des Mannes. Die Wachen stellten und überwältigten die Rose mit den Dornen und führten sie vor ihren Häscher. Durch das Gesetz war dieser ermächtigt, Esra für ihre schandhafte Tat zum Tode zu verurteilen. Unfähig, der bezaubernden jungen Frau ein Leid zuzufügen, verbannte er sie stattdessen aus dem Land. So zog sie in den nächsten Hafen, heuerte auf einem Schiff an und vergoss eine einzige Träne für den Verlust ihrer alten Heimat. Kurze Zeit später behauptete man, die Tochter der Rose in jedem Hafen entlang bis zur schäumenden See gesehen zu haben.

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rpg/7te_see_a/esra_y_abal_al_jadur_rihad.txt · Zuletzt geändert: 05.08.2014 18:50 (Externe Bearbeitung)
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